Sonja Jüngling

Mein Rezept für mehr Zufriedenheit

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Diese Rezept zur Erhöhung meiner Zufriedenheit habe ich irgendwann mal erstellt und mir an die Wand gehängt, damit ich es nicht vergesse. Und das war eine gute Entscheidung!

Immer wieder werde ich nach konkreten Praxistipps gefragt, wenn es um Glücklich- und Zufriedensein geht. Daher habe ich mir die Freiheit genommen, es hier zu veröffentlichen. Es ist MEINE Sicht der Dinge. Für Quellennachweise sprecht mich gern direkt an. Ich habe zwar keine entsprechende Liste, weiß aber meist, woher ich es habe, oder wie die ein oder andere Methode oder Sichtweise heißt.

Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen etwas daraus mitnehmen und freue mich sehr über entsprechendes Feedback hier oder auf Instagram.

Und nun viel Erfolg

Sonja

Mein Rezept für mehr Zufriedenheit
  1. Mindestens 8, bestenfalls 10 Stunden schlafen oder zumindest liegen mit geschlossenen Augen, Gedanken schweifen lassen, nicht grübeln, dösen, ruhen, mit sich sein, an Schönes denken, Gefühle zulassen, die Psyche VERSTOFFWECHSELT
  2. Mindestens 30 Minuten täglich an der frischen Luft bewegen, gern im Hellen (Vitamin D!), AUSSCHLIEßLICH durch Bewegung können Stresshormone abgebaut werden (Entspannungstechniken helfen hier also nur, wenn sie Muskelanspannung beinhalten), Natur weckt in uns Zufriedenheit und ureigenen Frieden
  3. Gesund essen, Fett, tierische Produkte und Zucker vermeiden, täglich Rohkost, Saaten und Nüsse essen, der Dünndarm braucht Ballaststoffe, um gute Gefühle auslösen zu können (Depressionen und schlechte Darmgesundheit hängen zusammen), nicht überessen, zwei Stunden vor dem Schlafengehen nicht essen, zum Abend hin eher proteinreich essen (nächtliche Regeneration), KEIN Kaffee oder schwarzen/grünen Tee, falls Schlaf Probleme vorliegen, auch morgens nicht
  4. Täglich mindestens eine Sache von der Spaßliste MACHEN
  5. Täglich eine Art Entspannungsübung machen (PME!, EFT, TRE, Autogenes Training, Meditation…), 5 Minuten reichen, Meditationsapps nutzen?
  6. Achtsam, liebevoll und gnädig mit sich selbst umgehen, sich auf die eigenen Erfolge anstatt die Misserfolge konzentrieren („ich habe mein Bestes gegeben“, „habe gut für mich gesorgt“), sehen, was man getan/geschafft hat anstatt, was nicht geklappt hat, defensiv planen, meistens nimmst du dir mehr vor als zu schaffen ist, du bist keine Maschine, Effizienz ist nicht der wichtigste Wert sondern Zufriedenheit
  7. Dankbarkeit/radikale Akzeptanz leben, auf unserer Welt gibt es viel Schlechtes aber auch viel Gutes, allerdings macht ein fallender Baum mehr Lärm als ein ganzer Wald der wächst. Wenn du genau hinguckst, fällt dir schnell auf, wieviel du auch an kleinem Glück übersiehst. Was dich an Schlimmem begleitet hat, ist nicht mehr als Andere zu tragen haben, du hast einfach manchmal Pech. Aber dieses Pech gehört zu dir! Es hat dich zu dem gemacht, was du bist, es hat dich stark gemacht, dafür kannst du dankbar sein und es abhaken, eventuell nachdem du darüber getrauert hast oder wütend warst. Aber es bringt nichts, dich in Selbstmitleid zu suhlen.
    SCHMERZ IST UNVERMEIDLICH, LEIDEN IST EINE ENTSCHEIDUNG.
  8. Fünfe grade sein lassen und sich Fernsehen, Decke über den Kopf, heulen ERLAUBEN
  9. Hilfe holen! Nicht nichts machen! Im Zweifelsfall krank melden, Urlaub machen, in Kur gehen, Medikamente nehmen
  10. Psychische Genesung vorantreiben: Nicht im alten Topf Scheiße wühlen (Psychoanalyse), sondern Erdbeermarmelade herstellen und sie nach und nach in den Topf Scheiße schütten und die Scheiße somit unwichtiger machen, nur mit den Teilen aus dem Topf Scheiße arbeiten, die dich direkt anspringen (Verhaltenstherapie, Systemische Therapie), Rest erstmal lassen.
    ALLES KOMMT GENAU ZUR RICHTIGEN ZEIT
  11. Gefühle WERTFREI zulassen, sie erleben, ihnen danken, Gefühle machen das Leben lebendig, Gefühle sind der Weg unseres Körpers und unseres Unterbewusstseins mit uns zu kommunizieren, Gefühle wegdrücken oder sich verbieten macht sie schlimmer (bei negativen Gefühlen) und bringt körperliche Symptome hervor oder stiehlt dir das Gefühl zu leben, denn erlaubst du dir keine Gefühle, wirst du irgendwann stumpf und taub und arbeitest nur noch deinen Kalender ab so lange bis die Depression, der Angstzustand, die Rückenschmerzen, die Konzentrationsstörung, die Vergesslichkeit oder die Dissoziation dir klar macht: So geht es nicht weiter! Ob ein Gefühl gut oder schlecht ist, ist total subjektiv, einfach nicht werten lässt alles pure Lebendigkeit werden.
  12. Lebe den Moment! Nur den hast du. Lass die Vergangenheit ruhen, so lange sie dich in Ruhe lässt.
  13. Arbeit ist nur Arbeit, Geldverdienen, Priorität ist weit hinter Gesundheit, Familie und Spaß
  14. Sei egozentrisch! Je mehr du bei dir bleibst, je besser du weißt, wer du bist und was du brauchst, desto netter und wohlwollender wirst du zu anderen sein, weil du in dir ruhst mit deinen Taten und Worten und siehst, dass andere dir nichts Böses wollen, sondern einfach in ihren Problemen hängen und mit ihnen kämpfen. Genau wie du.
  15. Begegne den Menschen mit Wohlwollen und Liebe. Viel Böses passiert nur im eigenen Kopf. Jeder gibt sein bestes und die wenigsten WOLLEN schaden und/oder weh tun.
  16. Alles ist relativ. Wahrheit, richtig oder falsch sind subjektive Annahmen, die sich mit der Zeit, der Kultur und dem Blickwinkel ändern. Rechthaben fühlt sich nicht grundsätzlich gut an und der Kampf ums Recht artet fast immer in große Konflikte aus. Wie du etwas wahrnimmst, hängt stark von Erwartung und der eigenen Bewertung/der eigenen völlig subjektiven Wahrnehmung ab.
  17. ENTSCHEIDE dich für DICH, entscheide dich zufrieden und glücklich zu sein. Erlaube es dir, verzeih dir alte und neue Fehler, gib dein Bestes, aber mach dich nicht fertig, wenn du es nicht perfekt gemacht hast. Besser geht immer, aber auch beim nächsten oder übernächsten Mal.
  18. Alles geht vorbei, alles ist nur ein Moment. In schlechten Phasen bringt das Hoffnung, in guten ist es schade, sollte aber dazu führen, dass wir es noch mehr zu schätzen wissen.
  19. FEIERE Dich, wenn du etwas so gemacht hast, wie du wolltest und wie es zu deinen Werten passt, anstatt dich zu loben, wenn du etwas richtig gemacht hast. Also feiere das, was dich konkret freut oder dir Spaß oder Hoffnung oder Leichtigkeit bringt, anstatt mit gut oder schlecht zu arbeiten. Statt: „Den Vortrag habe ich gut hinbekommen“ lieber: „Ich freue mich, dass ich ein angemessenes Sprechtempo und den Eindruck hatte, dass alle gut mitgekommen sind. Jetzt bin ich ganz beschwingt.“
An welchen Stellen hätte ich anders handeln sollen?
  1. Zu wenig Wert auf Normalgewicht, Bewegung, gesunde und regelmäßige Ernährung und genug Ruhe-/Schlafzeiten gelegt, nur wenn es meinem Körper gut geht, kann es meiner Seele gut gehen. Bewegungsmangel und Übergewicht lösen Depressionen aus.
  2. Ich habe das Leben persönlich genommen und viel Zeit und Energie darauf verwendet zu beweisen, dass das Leben besonders gemein zu mir ist und dafür ein Dutzi bekommen sollte. Aber das Leben passiert einfach und es wird für mich nicht leichter oder anders, wenn jemand das sieht. Nur ich selbst kann mein Leben verändern durch meinen Blick darauf.
  3. Ich habe in der Vergangenheit gelebt anstatt im Moment, ich habe mein Leben passiv ertragen und meine Verantwortung und Handlungsmöglichkeit nicht gesehen.
  4. Ich habe nicht verziehen. Mein Hass, meine Anklage und meine Wut haben niemand anderem geschadet als mir selbst.
  5. Ich habe mich auf das Schlechte anstatt das Gute fokussiert.
  6. Ich war undankbar den vielen, vielen Geschenken gegenüber, die es auch in meinem Leben gibt, die ich aber nicht gesehen habe.
  7. Ich habe meine Bedürfnisse ignoriert, oder (schlimmer noch) UNGEFRAGT den Märtyrer gespielt und es den anderen auch noch vorgehalten.
  8. Ich habe zu viel getan, was erwartet wurde (von mir oder anderen, zu viel ICH MUSS), und zu wenig von dem, was mir gut tut, mir Freude macht.
  9. Ich habe zu viel Sinn gesucht und zu wenig Zeit verschwendet. Effizienz war alles aber effizient zu sein macht allein nicht glücklich. Es war anmaßend von mir zu erwarten, dass sich mir der Sinn des Lebens oder einzelner Ereignisse erschließt, falls es einen gibt. Ich habe viel zu viel hinterfragt, was ich nicht ändern kann.
  10. Ich wusste nicht, was ICH will, und was mich glücklich macht. Ich habe mich zu sehr von dem beeinflussen lassen, was andere gut finden. Ich dachte, das würde mich auch glücklich machen, aber jede/r muss sich und sein/ihr eigenes Glücksrezept allein finden. Jede/r ist auf seine/ihre Weise einzigartig und wundervoll, wenn er oder sie es sieht und sich erlaubt. Und es ist ok wenn ich dabei wegen der ein oder anderen Sache gegen den Strom schwimme.
  11. Ich habe vom Leben erwartet, dass es mir genauso viel Gutes geben muss, wie den Anderen. Das stimmt aber nicht. Erstens ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner, weil ich die braunen Stellen nicht erkennen kann, und zweitens schuldet das Leben mir nichts. Will ich Glück, muss ich es ausströmen und in mein Leben holen bzw. das sehen, was schon da ist. Aus Zitronen Limonade machen. Selten wird mir Limonade geschenkt, aber fast immer die Zutaten dazu.
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